In unfriedlichen Zeiten Zeichen setzen
Nach dem Abitur stand Hannes vor der klassischen Frage: Was kommt jetzt? Während viele seiner Freunde direkt mit dem Studium begannen, suchte er nach etwas Praktischem, das seine Interessen für Politik und Gesellschaft verbindet.
"Wir leben aktuell in sehr unfriedlichen Zeiten", erklärt Hannes. Die täglichen Nachrichten über Aufrüstung und globale Konflikte waren für ihn die Motivation, sich aktiv in einer Friedensorganisation zu engagieren. Bei Pro Peace ist er nicht nur Beobachter, sondern Teil eines Teams, das weltweit – etwa in der Nahostregion – Friedensprojekte unterstützt. Besonders wichtig war ihm dabei, auch an seiner alten Schule aufzuklären: Er stellte dort das „FSJ-P“ (Freiwilliges Soziales Jahr im politischen Leben) vor, um zu zeigen, dass Engagement auch abseits von sozialen Einrichtungen möglich ist.
Zwischen Social Media und politischer Arbeit
Hannes’ Alltag im BFD ist alles andere als trocken. Er ist fest in das Team „Kommunikation und Politik“ integriert. Sein Wecker klingelt früh und er ist meist gegen 8:00 Uhr im Kölner Büro.
- Social Media & Design: Ein echtes Herzensprojekt, neben der Arbeit an der Website & dem Newsletter, ist die Mitgestaltung der Social-Media-Präsenz. Hannes entwirft neue Corporate Designs und Story-Highlights, um die Friedensbotschaften ästhetisch „an den Mann oder die Frau“ zu bringen.
- Politische Bildung: Er unterstützt die Verteilung von Wanderausstellungen und Infomaterialien, die deutschlandweit Menschen erreichen.
- Gänsehaut-Momente: Ein besonderes Highlight war die Jubiläumsveranstaltung in Köln, bei der er Friedensaktivistinnen aus Israel, Palästina und der Ukraine persönlich erlebte. "Ihren Mut und ihre Energie in Kriegszeiten zu sehen, war total beeindruckend", so Hannes.
Das Besondere an seinem Einsatz: Er arbeitet auf Augenhöhe mit den hauptamtlichen Kolleg*innen und seine „Jugendperspektive“ fließt aktiv in Entscheidungen ein.
Kein verlorenes Jahr, sondern ein klarer Kompass
Oft hört man das Vorurteil, ein Freiwilligendienst sei ein „verlorenes Jahr“. Hannes sieht das komplett anders: "Auf gar keinen Fall ein verlorenes Jahr! Man lernt so viel dazu, gerade als junger Mensch."
Durch den BFD hat er nicht nur gelernt, professionell im Team zu arbeiten, sondern ist auch persönlich gewachsen. Heute geht offen auf Menschen zu und traut sich, kritische Fragen zu stellen. Für seine Zukunft hat das Jahr den Ausschlag gegeben: Er hat sich bereits für ein Studium in den Niederlanden angemeldet – natürlich im politischen Bereich.
Bereit für dein eigenes Abenteuer? Hannes wird bei seinem Dienst vom Träger ijgd begleitet. Wenn du Fragen zum Bewerbungsprozess hast oder nach einem ähnlichen Platz in NRW suchst, melde dich direkt beim Team vom Freiwilligenjahr NRW: jetzt Kontakt zum Träger (ijgd) aufnehmen
Hannes absolviert seinen Dienst bei Pro Peace in Köln. Wenn dich politische Arbeit und internationale sowie nationale Friedensprojekte faszinieren, schau dir die Arbeit der Organisation direkt an: hier geht’s zu Pro Peace